Juni: Food-Produkte des Monats
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Wenn ich schon mein ganzes Geld für Kochbücher, Delikatessen, Küchenaccesoires und Restaurantbesuche ausgebe - dann möchte das wenigstens mit euch teilen. Denn ich mache das ja alles nur für die Community. Wir sind hier schließlich nicht zum Spaß. 

1. Coldbrew mit Tonic von Philosoffee

Man könnte glauben jetzt drehen die Foodstartups völlig durch - Kaffee mit Tonic, sonst fällt euch nix mehr ein? Falsch gedacht! Die Kombi ist so unerwartet, wie sie klingt. Unglaublich köstlich - kalter Kaffee mit Longdrinkflair à la Gin-Tonic. Sozusagen ein "alles-in-einem" Getränk. Könnte ich den ganzen Tag trinken und versüßt mir die Sommernachmittag an meinem Schreibtisch. Zu kaufen gibts das Getränk im Philosoffee Online-Shop. Kostenpunkt 12,60€ für vier Stück - und die sind schneller ausgetrunken als gedacht, also lieber mehr bestellen. Außerdem gibts das Getränk bei vielen Biomärkten wie BioCompany, Denns & Co

2. Humdakin Küchentücher

Weil ich viel koche, muss auch viel sauber gemacht und abgetrocknet werden. Weil mein Anspruch an das herkömmliche IKEA-Geschirrhandtuch einfach gestiegen ist, benutze ich jetzt Küchentücher aus Organic-Cotton. Ich bin sozusagen zu einem Küchentuch-Snob mutiert und ich bin stolz drauf. Wer eben sonst schon alles hat in der Küche kauft sich hochwertige Textilien - dänisches Design, ist klar oder? Das hat nämlich das Rosenthal Jade Geschirr und meine neue Toki Ton Tasse (auch hier unter den Top 5) einfach verdient. Das ganze Set in einem Traum von Gelb gibt es bei Kontor1710 zu kaufen (und noch viel mehr schöne Sachen). Das Set bestehend aus 5 Tüchern kostet schlappe 54,95€. Lohnt sich aber!

3. Wholey Smoothies

Auch ich bin bekennender Smoothietrinker, aber habe oft einfach zu wenig Muße mir 100 verschiedene fancy Zutaten zusammenzusuchen. Damit es am Ende nicht wieder der immer gleiche Smoothie mit den selben Zutaten wird, habe ich die Wholey Smoothies für mich bei Alnatura entdeckt. Alle Zutaten sind gefroren in einem Becher, einfach mit Flüssigkeit der Wahl aufgießen, in den Mixer und ab geht die Post. Fertig ist "Choc Norris" oder "Kale Moss". Ein Becher kostet 3,90€ - zu bestellen auch online als 6er Paket. Isch Bio! Da ich nicht mit akutem Reichtum gesegnet bin gönne ich mir den Smoothie vor allem vor langen Reisen oder an ausgewählten Samstagen. 

4. Toki Ton Keramik

So wie das Level meiner Küchentücher musste auch das Level meiner Kaffeetassen steigen. Weil ich nur noch Third-Wave Bohnenkaffee in Form von Filterkaffee trinke hab ich mir diese wunderschöne Tasse von Toki Ton bestellt. Alle Tassen werden von Laura in ihrer kleinen Hamburger Manufaktur handgemacht. Es gibt eine Sonderedition zusammen mit Tornqvist Coffee - eine Größe unter den neuen Kaffeeläden. Die Tasse im Bild kostet 33,00€.

5.  Good old times Weißwein von Neverland Wine

Ich geb's ja zu - ich präferiere Wein, der gut aussieht. Und der GOT Weißwein, sieht umwerfend aus. Dieses Schmuckstück trinkt sich besonders gut an lauen Sommerabenden - ein Vorrat ist also empfehlenswert. Der Name kommt von den vier urtypischen Sorten, die für ein Comeback in diesem Wein vereint wurden. Ohne hier in Fachjargon überzugehen - schmeckt großartig! Außerdem wird das Unternehmen von jungen Winzern geleitet - frischer Wind also. Die Flasche kostet 11,00€ und: ISCH AUCH BIO. Oder wie wäre es mit dem roten Harakiri?

Viel Spaß beim Geld ausgeben! 

 

 

LA Poké Berlin - Die Geburt eines Restaurants
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Wie langwierig die Entstehung eines Restaurants ist, muss man wohl denjenigen, die das hinter sich haben nicht mehr erklären. Laura und Asif arbeiten seit mehr als einem Jahr an ihrem Projekt LA Poké, das ab morgen seine Türen auf der Alte Schönhauser Strasse 44 öffnen wird. Von Corporate Job in Dubai zur Gastronomie in Berlin - ein neuer Lebensabschnitt und eine neue Herausforderung. Inspiriert für das Konzept wurden die beiden bei ihren zahlreichen Reisen, vor allem an die kalifornische Küste. 

Während der letzten Wochen ist in der Location der alten heruntergekommenen Pony-Bar (wir kennen sie alle!) ein wunderschöner Laden entstanden. So eine Baustelle ist ein Mamutprojekt, sagt Laura - der Umbau hat vier Monate gedauert, aber es hat sich gelohnt. Das Restaurant ist flashig, fröhlich und so farbenfroh, dass man sofort gute Laune bekommt. Ich kann nämlich die ganzen kühlen, ober-coolen industrial-style Hipster Läden, die es mittlerweile schon zu Hauf in Berlin gibt einfach nicht mehr sehen. Vorher-Nachher Bilder der Transformation habe ich vor Ort geschossen. (s.u.)

Für alle, die sich fragen: "Poké - bitte, was?" Nein, eine Poké Bowl hat nichts mit der japanischen Anime-Serie Pokémon zu tun. Poke bedeutet "in Stücke schneiden" und ist ein berühmtes hawaiianisches Nationalgericht - ein asiatisch inspirierter Fischsalat aus rohem Fisch mit einem Hauch Kalifornien. Das Gericht wurde stark von der japanischen Küche beeinflusst und wird traditionell mit Sojasauce, Sesamöl, Algen, Chili-Pfeffer, Meersalz und Frühlingszwiebeln gewürzt.

Bei LA Poké gibt es den Fischsalat mit modernen Toppings, wie Mango, Edamame, Fischrogen, Kimchi und vieles mehr - dazu gibt es lila Reis, Quinoa, Sushi Reis oder Zucchininudeln. Zum Schluss kommt noch geniale Majo oben drauf und fertig ist das farbenfrohe, frische Sommeressen. Aus den Boxen kommen softe R’n’B Tunes während die bunten Poké Bowls über die Theke gehen. Zum Trinken gibts Berliner Klassiker von BRLO Bier und meine Lieblingslimonade BALIS. Dieser Foodtrend schwappt immer mehr nach Deutschland - in Berlin gibt es bereits einige Restaurants mit diesem Konzept. Warum? Es ist frisch, es ist neu und es macht Spaß. Mir gefällt's - unbedingt probieren!

LA Poké - Alte Schönhauser Strasse 44 - 10119 Berlin
 

Ciao, Milano! Hotspots, Alltagsgeschichten und die Wahrheit über italienisches Frühstück.
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Im April durfte ich vier großartige Tage in Mailand verbringen. Während in Berlin das schönste Wetter war, durften wir uns in Mailand mit strömendem Regen und 12° vergnügen. Allerdings hatten wir die Mission tausende von Kalorien zu bewältigen, also war das Mistwetter außerhalb der kulinarischen Etablissements irgendwann nebensächlich.

PAVÉ MILANO

Der Tag wird im Pavé gestartet. Um 8:15 kommen wir in dem Kaffee an und eine viertel Stunde später fängt es an hektisch zu werden. Wir sitzen in der einzigen Ecke mit Sesseln direkt am Fenster und können das italienische Kaffee-Spektakel hautnah beobachten. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen in dem hippen Lokal - überall kracht und raschelt es. Die Siebträgermaschine produziert heißen Espresso am laufenden Band. Coffee-to-go ist hier out. Man nimmt sich die Zeit den Espresso direkt an der Bar zu trinken und hier und da ein wenig zu plaudern. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern gibt dem morgendlichen Kaffee auch deutlich mehr Stellenwert. Man sollte Kaffee ohnehin einfach nicht im Gehen trinken. Es gibt unzählige verschiedener süßer Teilchen, die alle in der Bäckerei von Hand gemacht werden. Süßes Frühstück all the way - so funktioniert das in Italien. Ich beiße in mein "Integrale con Miele Millefiori Biologico" - also eine Art Vollkorn-Weizen-Croissant-Muffin mit Bio-Honig und kann mein Glück kaum fassen. Es ist definitiv das beste Stück Gebäck, dass ich jemals gegessen habe. Dazu noch die Melodie der italienischen Sprache - besser kann ein Tag nicht starten. 
Unbedingt probieren: Integrale con Miele, Treccia al caffè (Kaffeezopf), Brioche Salata Liscia (Croissant mit Schinken & Käse) - göttlich! Wichtig zu wissen, "Croissant" heißt in Italien "Brioche", also bloß nicht verwirren lassen. In dem Kaffee gibt es außerdem wunderschöne Tassen, "Panetone for two" und coole Jutebeutel!

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EATALY, EXCELSIOR & DESIGN SUPERMARKET

Nach dem morgendlichen Espresso-Wahnsinn geht es weiter mit Shopping für Foodies. Zuerst besuchen wir das Eataly - das italienische Feinkostparadies, in dem es wirklich alles gibt was das Herz begehrt. Es ist eine Masse an Delikatessen, die mich überfordert - also esse ich erstmal ein "Focaccia Barese" zur Beruhigung. Es ist eine Mischung aus Brot und Pizza, das gleichzeitig unglaublich knusprig, fluffig und saftig ist - mit eingebackenen kleinen Tomaten und richtig viel Olivenöl. Das Eataly ist zugeben etwas touristisch, eher eine Attraktion als ein Ort um tagtäglich einzukaufen, aber auf jeden Fall einen Besuch wert. 
Danach schlendern wir weiter zum Excelsior - ein Luxus Departmentstore mit allerlei Design-Artikeln und einer Feinkostabteilung. Natürlich. Mein Herz schlägt höher. Beleuchtete Regale voller cooler Getränke, fertig verpackte Salate, die besser aussehen als in den meisten Restaurants, Theken voller frischer Pasta, Parmaschinken und tonnenweise Antipasti. So stell ich mir das Leben vor. Der Excelsior-Designladen ist deutlich ausgewählter und übersichtlicher als Eataly. Als ich zwischen den Regalen schlendere und meine Blicke die Produkte scannen fällt mir eines besonders ins Auge und ich kann es nicht fassen. Es ist ein weißes Nougat mit Mandeln von Garzotto Rocco in einer runden Metalldose - seit Jahren war ich auf der Suche danach. Zur Entspannung kaufe ich noch ein paar Walderdbeeren, weil man sich ja sonst nichts gönnt und es geht weiter in den Design Supermarket des Rinaccente Kaufhauses. Der "Supermarkt" befindet sich ganz unten und ist von der U-Bahn zugänglich. Es gibt haufenweise stylisches Geschirr, limitierte Teller und Tabletts vom Toilet Paper Magazine, Pantone Tassen und alles was das Design Herz begehrt. In Mangelung eines kleinen Nudelholzes bleibe ich vor einer dunkelgrünen Marmorversion von Hay stehen und rechtfertige den Kauf mit dem Gedanken, dass ich ja irgendetwas nicht-essbares als Reisesouvenir brauche.

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LÚBAR

Weil wir vollkommen erschöpft sind von unserer anstrengenden Shoppingtour geht es weiter zum Lunch in das Restaurant Lubar. Es befindet sich in der Villa Reale - in der sich auch Gallerien für zeitgenössische Kunst befinden. Wie erwartet ist das Restaurant sehr stylisch. Es fühlt sich mondän an in dem verglasten Rondell, das mit gedeckten Farben gestaltet ist. Schwere Vorhänge schützen einen vor dem Trubel der Außenwelt. Hier treffen sich Bänker, Asiaten mit großen Kameras und It-Girls zum Lunch - es ist der ideale Platz für schöne Fotos. Die Küche ist sizilianisch Inspiriert. Als Vorspeise gibt es frittierte Anchovies mit Brokkolicreme und marinierte Garnelen mit Zitronenzesten. Ich fühle mich kurzzeitig wie am Strand als ich die Augen schließe und die Aromen Siziliens in meinem Mund explodieren. Allerdings gelange ich schnell in die Realität zurück, denn wir haben den Tisch nur für eine Stunde und fünfzehn Minuten - da muss man sich mit dem Genießen beeilen. Kurz darauf kommt meine Pasta mit Tomatensauce und salzigem Ricotta. Dazu trinke ich einen frischen Pfirsichsaft - er schmeckt als hätte jemand für mich Pfirsiche gepflückt und ausgepresst. Zum Abschluss gibt es noch einen Espresso und ein Cannolo - ein typisch sizilianisches Dessert. Ein knuspriges Teigröllchen mit einer süßen Ricottafüllung. Beim letzten Bissen denke ich darüber nach, warum es in Mailand eigentlich so unglaublich viele sizilianische Restaurants gibt. 

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PASTICCERIA MARCHESI

Beflügelt und leicht ermüdet vom Mittagessen gibt es einen kleinen Spaziergang. Es geht zum Duomo und zur die Galleria Vittorio Emanuele. Wir schlendern vorbei an Luxusboutiquen, Reisegruppen und schicken Restaurants. Es ist Zeit für die nachmittägliche Portion Luxus in Form von unglaublich teuren Petit-Fours und schwarzem Tee in der Pasticceria Marchesi. Einer der ältesten „Konditoreien“ Mailands - wobei die Filiale in der Galleria nun wirklich nicht als Konditorei bezeichnet werden kann. Es ist eher die italienische Version von „Ladurée“. Es erscheint eine Empfangsdame im Entrée und begleitet uns zu einem Tisch. Wir laufen an eleganten Vitrinen gefüllt mit stilvollen Süßspeisen vorbei - alles sieht aus wie in einem teuren Juweliergeschäft - nur hier gibt es eben Petit-Fours und keine Diamanten. Der Geräuschpegel is gedämpft - die Uhren ticken hier langsamer als in der hektischen Welt vor dem Duomo. Wir bestellen Tee und ich suche mir einige Leckereien aus der Vitrine aus. Ein Profiterol mit Zabaione, ein Himbeertörtchen und eine kandierte Kastanie (die natürlich einzeln in Goldfolie verpackt und elegant gelabelt ist). Der Tee wird von einem schick gekleideten Kellner serviert, der sich so sehr anschleicht, dass ich mich fast an meinem köstlichen Profiterol verschlucke. Natürlich liegt der Teebeutel auf einem Extrateller des teuren Porzellans. Auch die kandierte Kastanie liegt separat. Schlappe 28 Euro für 3 Mini-Petit-Fours und zwei Kännchen Tee - da mag manch einer sagen - seid ihr verrückt. Ganz ehrlch: JA. Aber für diesen magischen Ort lohnt es sich Geld auszugeben - denn ich fühle mich aufgehoben, umarmt, wie in einem Kokon. Bevor wir gehen, entschuldige ich mich kurz auf die Toilette. Ich finde mich in einem Paradis aus smaragdgrünem Marmor wieder, mit schweren goldenen Türgriffen und Spiegeln, die bis zur Decke reichen. Danach ist der Traum vorbei und es geht zurück in den Trubel.

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PAVÉ BIRRA

Nach so viel Aufregung müssen wir uns erstmal hinlegen. Meine Füße tun weh und außerdem ist mein Körper vor lauter Zucker in einem Schockzustand gefangen. Ich lege mich aufs Bett in unserem wunderschönen, kleinen Airbnb Apartment und trinke einen Kräutertee. Ich denke über den Tag nach und frage mich, ob der Trip genauso weitergehen wird. Tage voller kulinarischer Highlights und italienischer Lebensfreude. Abends gehen wir ins Pavé Birra, das zur Bäckerei gehört, in der wir zum Frühstück waren. Es fühlt sich an wie Berlin in Mailand - nur mit mehr Stil, weil die Italiener haben’s einfach drauf. Wir setzen uns an einen Tisch in der Mitte des Restaurants, direkt unter dem leuchtenden Neonschild. Es gibt Craft Beer von der italienischen Brauerei „Birrificio War“. Ich bestelle mir ein „Helleboro“ Bier, dass wie ein Berliner Weisse schmeckt. Leicht und sehr säuerlich. Ein paar Minuten später kommt mein „Amatriciano“ Hotdog mit Speck, Zwiebelchutney, geschmorten Tomaten und Peccorino Romano. Aus den Boxen dröhnt smooth Hiphop und es wird wild gestikuliert. Es fühlt sich nach zuhause an. Ich zahle und gebe dem Kellner einen Batzen Trinkgeld, einfach weil es so schön ist. Man hat mir gesagt, das macht man hier nicht - ist mir aber egal. Ich verabschiede mich mit einem lässigen "Ciao" und spaziere in die Nacht.

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BAR BASSO

Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns noch ein paar letzte Drinks in italienischer Gesellschaft. Die Bar Basso ist mondän, mit schweren Samtvorhängen und einer "Kassiererin" am Eingang. Es fühlt sich an wie eine Zeitreise. Die Kellner sind unglaublich grimmig - vermutlich weil sie nun schon seit 20 Jahren in der Bar arbeiten. Gekleidet in einer klassischen Baruniform mit einer weißen Jacke, die eher nach Apotheker aussieht, wird der Negroni Sbagliato serviert, der übrigens hier erfunden wurde. In überdimensional großen Gläsern schwimmen handgeschnittene Eiswürfel in der leuchtend roten Flüssigkeit. Die Zeit scheint stehen zu bleiben als wir uns mit "Salute!" zuprosten und laut lachen. Was für ein Tag!

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Sonntagsgedanken: Foodblogger Fasten und die Konjakwurzel

Weil das Leben als Foodblogger hart ist und ich natürlich mal wieder etwas spät dran bin mit meiner Bikinifigur, teste ich gerade die sogenannte 5:2 Diät. Streng genommen ist das keine Diät, sondern eine Form des Fastens - in diesem Fall "Intervallfasten". Das bedeutet, dass an zwei Tagen der Woche nur 500kcal (für Männer 600kcal) zu sich genommen werden. An den restlichen Tagen wird vollkommen normal gegessen. 

"Aber warum machst du das überhaupt? Du musst doch gar nicht abnehmen?."

Viele fragen mich: "Aber warum machst du das überhaupt? Du musst doch gar nicht abnehmen?." Nein. Ich habe definitiv kein Gewichtsproblem, aber mein ganzes Leben dreht sich um Essen. Meine Gedanken kreisen permanent rund um dieses Thema - ich gehe in Restaurants, ich teste Produkte, ich schreibe darüber und horte zuhause Delikatessen. Irgendwann brauche ich einfach mal eine Pause - mental und auch körperlich. Für mich sind die beiden Fastentage genau die Tage an denen ich selbst im Mittelpunkt stehe - und ausnahmsweise nicht meine größte Leidenschaft: die Kulinarik. Es ist sozusagen Urlaub vom "normalen" Leben. Es tut gut sich bewusst zu machen, was man eigentlich konsumiert - und wieviel man davon konsumiert. (Ich war geschockt, als ich feststellen musste, dass nur 1EL meines Lieblingsolivenöls satte 119kcal hat. Erstaunlich, wenn ich bedenke wieviel Öl ich sonst überall drüber schütte.)

Monatelang ohne Kohlehydrate, wie Brot, Nudeln und Co - das ist für mich der reinste Alptraum.

Warum diese "Diät" für mich ideal ist? Ich kann und möchte auf Grund meiner Leidenschaft für Essen und Trinken einfach nicht dauerhaft auf Kalorien achten oder auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Monatelang ohne Kohlehydrate, wie Brot, Nudeln und Co - das ist für mich der reinste Alptraum. Außerdem gehörte ich ohnehin nicht zu den Menschen, mit der größten Selbstdisziplin, also würde ich das vermutlich überhaupt gar nicht durchhalten. Mein Leben ist mit dem Intervallfasten eigentlich so wie immer. An den Tagen, an denen ich faste, mache ich lediglich eine Pause von der sonst so normalen kulinarischen Eskalation. Ich faste immer Montags, weil es nach dem Wochenende sowieso ganz gut tut, und Donnerstags, weil die Vorfreude auf Freitag sowieso alles möglich macht.

Wie man einen 500kcal Tag durchhält? Ich esse meistens bis 13 Uhr nichts - mir reicht der morgendliche Kaffee, um für meinen Gastroinferno Alltag in Schwung zu kommen. Das viel trinken hilft ist kein Geheimnis. Ich trinke tagsüber literweise Wasser und Tee. Wenn ich Lust auf etwas salziges habe, dann gönne ich mir eine Tasse Knochenbrühe von BROX.  Mittags esse ich nur Gemüse - meistens gedünstet. Eine tolle Kombination ist gedünsteter Wirsing mit Kurkuma und Brokkoli mit ein bisschen Zitronensaft. Da dieses Gemüse extrem wenig Kalorien hat ist die Portion, die man essen kann, wirklich riesig. Als Snack habe ich immer einen Apfel dabei, falls der Hunger mich doch einmal überkommt. Wenn ich Lust auf etwas süßes/fruchtiges habe, esse ich Skyr mit gefrorenen Brombeeren und Zimt. Das klingt doch eigentlich alles gar nicht so dramatisch oder?

Die Konjakwurzel als Geheimwaffe

Für meine Fastentage habe ich außerdem eine Geheimwaffe entdeckt - den leckersten Erdbeershake aller Zeiten. Der "Strawswizzle" Shake von Shileo enthält eine Zauberzutat: die Konjakwurzel. Der in der Wurzel enthaltene Stoff Konjak Glucomannan ist ballastoffreich, kalorienarm und besitzt enorme Quelleigenschaften. Also perfekt für meine 500kcal Tage. Den Shake einfach mit einer beliebigen Flüssigkeit mixen - mir schmeckt Reis- und Kokosmilch am Besten, weil ich keine normale Milch mag. Bald ist ja auch wieder Erdbeersaison - dann kann man den Shake noch mit frischen Erdbeeren pimpen. Ich bin absolut kein Fan von den diversen Diätshakes, die es haufenweise zu kaufen gibt, zugegeben habe ich noch nie einen probiert - warum auch? Eigentlich ist der Shake von Shileo auch gar kein Diätshake - einfach nur der geilste Erdbeershake, den man sich zum Frühstück vorstellen kann. In den kommenden Wochen werde ich natürlich über meine Erfolge, Misserfolge und weiteren Abenteuer des Intervallfastens berichten. Stay tuned!

Fotos von der großartigen Martina Trovato

Christina Tosi und das Schlaraffenland

Vor Monaten hat mir eine sehr gute Freundin ein signiertes Kochbuch von Christina Tosi aus New York mitgebracht. Das Buch spricht mir aus der Seele - voller Rezepte "ohne Regeln" - mit Zutaten, die man nicht in Desserts vermuten würde: salzige Brezeln, Chips, Mais. Rezepte wie der "Crack Pie", der "Birthday Cake", die "Cereal Milk" (richtig, die Milch, die nach dem Cornflakes essen immer übrig geblieben ist, und so herrlich süß, salzig, lecker war) oder die "Compost Cookies" (Rezept s.u.) bringen einen zum Lachen und zum Träumen. Ikonische Gerichte einer Frau, die ihrer Leidenschaft freien Lauf gelassen und ihr inneres Kind nie vergessen hat.

Es gibt kein Kochbuch und keine Rezepte, die mehr Gastroinferno sind als diese. 

Nachdem ich Christina Tosi, Milkbar und ihre Rezepte entdeckt hatte - habe ich alles gelesen, was es online zu lesen gibt. Habe jedes einzelne Video angesehen. Habe alles aufgesaugt. Ich war völlig ungläubig und aufgeregt, als ich diese Woche herausfand, dass es eine neue Staffel "Chefstable" - mit einer Folge über Christina Tosi gibt. 

Just in dieser Sekunde habe ich die Folge beendet und bin glücklich und seelig und aufgeregt zu gleich. Ich könnte auf der Stelle alles stehen und liegen lassen, nach New York fliegen und in die bunte Welt voller bunter Zuckerstreusel der Momofuku Milkbar eintauchen. Einen Tag mit David Chang und Christina Tosi - das wärs. 

Buch bestellen und Serie ansehen! 

PS. Ich habe auch den Cookie Mix für ihre "Corn Cookies" bekommen - Bericht wird bald erstattet!

Compost Cookies Rezept von Christina Tosi

225 g Butter, bei Raumtemperatur
200 g  Kristallzucker
150 g  hellbrauner Zucker
50 g  Glucose
1 Ei
2 g  Vanilleextrakt
225 g  Mehl
2 g  Backpulver
1,5 g  Backpulver
4 g  koscheres Salz
150 g  kleine Schokoladenstückchen
100 g  Mini Buttertoffee Chips
1/4 Rezept  Graham Kruste
40 g  Haferflocken
5 g gemahlener Kaffee
50 g  Kartoffelchips
50 g  Minibrezeln

  1. Die Butter, den Zucker und die Glukose in der Schüssel eines Standmixers vermengen und 2 bis 3 Minuten auf mittlerer Stufe cremig aufschlagen. Die Seiten der Schüssel abkratzen, das Ei und die Vanille hinzufügen und 7 bis 8 Minuten schlagen. 
  2. Stufe reduzieren und das Mehl, Backpulver, Backpulver und Salz hinzufügen. Nur so lange mischen, bis der Teig zusammen hält, nicht länger als 1 Minute. 
  3. Die Schokoladenstückchen, Buttertoffee-Chips, Grahamkruste, Hafer und Kaffee hinzufügen und alle Zutaten 30 Sekunden vermischen. Vorsichtig die Kartoffelchips und Brezeln hinzufügen, damit diese nicht zerbröseln.
  4. Mit einem Eisportionierer den Teig auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech portionieren (jeweils 10cm Abstand), die Teigkugeln etwas flach drücken und mit Frischhaltefolie abdecken. Für min. 1h bis max. 1 Woche kühlen. 
  5. Ofen auf 190 Grad vorheizen und die gekühlten Kekse 18min backen. Nach 18 Minuten sollten sie an den Rändern leicht gebräunt und in der Mitte immer noch hellgelb sein. 
  6. Die Kekse vollständig auf den Blechschalen abkühlen, bevor Sie sie zur Aufbewahrung auf einen Teller oder einen luftdichten Behälter geben. Bei Raumtemperatur bleiben die Kekse für 5 Tage frisch; im Gefrierschrank 1 Monat lang.

"Graham Crust" 

190 g Graham Cracker Krümel
20 g Milchpulver
25 g Zucker
3 g koscheres Salz
55 g  Butter, geschmolzen oder nach Bedarf
55 g Sahne

Graham Krümel, Milchpulver, Zucker und Salz in einer Schüssel mit den Händen vermengen. 
Die Butter und die Sahne gut verquirlen. Zu den trockenen Zutaten geben und erneut mischen. Es entsteht eine krümelige, feuchte Masse. Der Teig sollte seine Form behalten, wenn er fest in die Handfläche gedrückt wird. Wenn der Teig nicht feucht genug ist, einfach ein wenig mehr Butter hinzufügen.
 

Modernist Cuisine: Wenn die Küche zum Labor wird

Eine wissenschaftliche Ode an die Kulinarik auf 2440 Seiten. Das 21kg schwere Werk "Modernist Cuisine" von Taschen ist der Ferrari unter den Kochbüchern. Wobei man diese Bücherreihe nun wirklich nicht als Kochbücher bezeichnen kann. Es sind eher kulinarische Biologie-Chemie-Physik-Gourmet-High-Tech-Bücher für Leute die sich mit der Norm nicht zufrieden geben und sich stundenlang durchlesen was eigentlich genau passiert, wenn Lebensmittel gefrieren.
Wie ich zum Beispiel. Mir ist offenbar nicht mehr zu helfen - ich lese morgens keine Zeitung, sondern Kochbücher - und das seitdem ich denken kann. Das Gefühl, wenn ich morgens mit meinem frisch gebrühten Filterkaffee auf der Couch sitze und in mein kleines Paralleluniversum flüchte ist einfach unbeschreiblich. 
Ob sich 399€ lohnen? Ich kaufe eben lieber Kochbücher statt Handtaschen. In diesem Fall hat sich jemand allerdings mein XMAS Giftedit durchgelesen - Tadaaaa und da hatte ich auf einmal diese 6 Bände Großartigkeit in Plexiglas im Regal.

PS. Wer etwas mehr bei Sinnen ist, der kann sich für den Anfang auch mit der "At Home" Version beglücken. Dieses Werk habe ich mir für 100€ selbst geleistet - mindestens genau so großartig - 5 Bände des Hauptwerkes zusammengefasst.

Jalapeño Sirup für alle Fälle
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Auf den ersten Blick war ich mir nicht ganz sicher, was ich da entdeckt hatte, als ich diese Flasche in einem kleinen Feinkostladen in New York fand. War mir aber auch egal - sah cool aus, hatte was mit Essen zu tun - musste also gekauft werden. 
Es ist "sweet simple syrup flavored with jalapenos" also Jalapeno-Zuckersirup. Die Frage war nur: das soll ich mir jetzt wirklich in den Kaffee kippen?

Das meinen die Amerikaner doch nicht ernst oder?

Ich hab's probiert. GRANDIOS! Leicht süßlich, scharf wird der Geschmack von meinem Filterkaffee noch intensiver. Da fällt jeder Berliner Hipster-Kaffee Barista direkt in Ohnmacht vor Empörung. Nach ein wenig Recherche und dem Hinweis auf der Flasche, es gäbe 104 Anwendungsbeispiele, war mir klar, das Zeug ist eine Wunderwaffe. Was man sonst noch so mit dem Sirup machen kann?

Das Problem: Den Sirup von Little Bird Kitchen (die Marke hat noch mehr geile Chili-Produkte) ist leider nur in Amerika erhältlich. Was bleibt uns also anderes übrig, als den Sirup einfach selber zu machen?

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"Jalapeño-Sirup"

1 Tasse Wasser
1 Tasse Zucker
1 frische grüne Jalapeño Chili

  1. Wasser und Zucker in einem Topf erhitzen, bis die Flüssigkeit klar wird und der Zucker sich aufgelöst hat.
  2. Die geschnittene Jalapeño hinzufügen und für einige Minuten köcheln lassen.
  3. Topf von der Herdplatte nehmen und 10 Minuten ziehen lassen, Sirup abseihen und in einen hitzebeständigen Behälter füllen. Abkühlen lassen. Der Sirup hält ca. 2 Wochen im Kühlschrank.

TIPP: Der Schärfegrad lässt sich (nach unten) anpassen, indem man die Kerne aus der Chili entfernt und dann den Sirup zubereitet.

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At first glance, I was not quite sure what I had discovered when I found this bottle in a small deli in New York. But I did not care - looked cool, had something to do with food - so it had to be bought. It is "sweet simple syrup flavored with jalapenos" so jalapeño sugar syrup. The question remained: should I really dump that into my coffee?

Are they serious?

I tried it. TERRIFIC! Slightly sweet, spicy - the taste of my filter coffee was even more intense. Every Berlin-Hipster-Barista would directly faint when knowing I did this. After a little research and a reference to the bottle, there were 104 examples of use, I knew that stuff was a miracle weapon. What else can you do with the syrup?

The problem: The syrup from Little Bird Kitchen (the brand has even more cool chili products) is unfortunately only available in the US. So there is only one solution - simply make the syrup ourselves.

"Jalapeno SYRUP"

  • 1 cup of water
  • 1 cup of sugar
  • 1 fresh green jalapeño chili
  1. Heat water and sugar in a pot until the liquid becomes clear and the sugar has dissolved.
  2. Add the sliced jalapeño and simmer for a few minutes.
  3. Remove the pan from the heat and leave for 10 minutes, strain the syrup and into a heat-resistant container. Let cool down. The syrup lasts about 2 weeks in the fridge.
  4. Tip: The spice level can be adjusted  by removing the seeds from the chili and then preparing the syrup.

 

 

Mill & Mortar: Die schönsten Gewürze aller Zeiten
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Gewürze müssen gut schmecken - aber für mich, müssen sie eben auch gut aussehen. Es ist wirklich wahnsinnig schwierig in der zugänglichen Gewürzlandschaft (in Deutschland) etwas zu finden, das meinem Anspruch gerecht wird. Warum sind überhaupt so viele deutsche Produkte so außerordentlich hässlich? Während einer stundenlangen Instagram-Safari stieß ich auf die dänische Firma Mill&Mortar. Natürlich ist es eine nordische Firma, die es schafft, Gewürze entsprechend stylisch zu inszenieren. Die Schönheit und Eleganz der schwarzen Blechdosen ist kaum zu überbieten - dazu noch die farbigen Etiketten: Gastroinferno approved. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Die Gewürzmischungen der Marke haben großartige Namen wie "Karl Otto", "Gringo" und "Purple Haze". Natürlich bin ich sofort einem Kaufrausch erlegen.

Was habe ich bestellt?

1. Ananda's Zimt: Dieser Zimt stammt aus einem kleinen Dorf in Sri Lanka. Qualitativ unglaublich - das merkt man schon am Geruch. Noch nie vorher habe ich bei herkömmlichem Zimt so ein Aroma erlebt. Mild & sonnig, warm kommt der Duft aus der Dose. Ciao Supermarktzimt, auf nimmer wiedersehen. (Ich habe sowieso nur noch Zimt aus dem Biomarkt gekauft...ist auch fraglich ob der jetzt so super toll war.)

2. Muskatnuss (Bilder s.u.): In der Packung sind die tatsächlichen Nüsse enthalten, die erst aufgeknackt werden müssen. Erst dann können sie gerieben in Gerichten verwendet werden. Außer den Nüssen sind auch Muskatblüten im Döschen. (Ich weiß zwar noch nicht was man damit machen kann, aber ich werde es herausfinden.)

3. Chipotle Chili Flakes: Die Chipotle Flakes haben einen angenehmen mild rauchigen Geschmack. Seit Monaten spreche ich davon, dass ich Chipotle Chili in meiner Sammlung brauche. Jetzt ist es endlich so weit.

Für alle, die es interessiert: "Isch des Bio?"

Ja, die Gewürze sind Bio & Fairtrade. Bestellt habe ich die Gewürze über Kontor1710, da die Website des Herstellers ausschließlich auf Dänisch ist. Wenige Tage später kamen die Gewürze schön verpackt bei mir in der Gastroinferno-Zentrale an. Leider gibt es über den Shop nicht alle Produkte von Mill&Mortar aber es reicht, um einiges an Geld auszugeben. Preis: ab 5,25€. ACHTUNG: Die Dosen sind deutlich kleiner als sie auf den Bildern aussehen - meine Gewürze enthalten je 45g. 

Kollaboration: Kulinarische Comics

Nicola Gaudenzi Studio X Gastroinferno

Welcher Foodblogger kann schon von sich behaupten eine eigene Kollaboration mit einem Künstler zu haben? Nicola Gaudenzi hat fünf meiner Lieblings-Lebensmittel in Superhelden-Kunstwerke verwandelt. Da darf natürlich die Wurst nicht fehlen - "Wolverine and the sausage" (meine eigene Namensgebung für dieses Kunstwerk) ist eins davon. Wer würde sich dieses Bild nicht in die Küche hängen ist die Frage?

Nicola studierte Comics & Animation Art in Italien. Inspiriert durch seine Leidenschaft für Superhelden, Rock'n'Roll und die Filme der späten 80er Jahre, fand er seinen eigenen Stil - schwarze Tinte auf Rohpapier. Er kreiert so handgezeichnete Unikate - viele seiner neuen Kunstwerke sind nun aber auch als Prints erhältlich. Das Beste: er ist Gastroinferno-Fan. #yeah

Die komplette kulinarische Serie "Superfood Vol.1" ist HIER zu finden.

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Which food blogger can claim to have their own collaboration with an artist? Nicola Gaudenzi has turned five of my favorite foods into superhero artworks. Of course the sausage can't be missing, - "Wolverine and the sausage" (my very own name for this piece) is one of them. Who wouldn't hang this beautiful print in their kitchen?

Nicola studied Comics & Animation Art in Italy. Inspired by his passion for superheroes, rock'n'roll and the late 80s films, he found his own style - black ink on raw paper. He creates hand-drawn unique pieces - many of his new work are now available as prints. And he is a gastroinferno fan. #yeah

The complete culinary series "Superfood Vol.1" can be found HERE.

 

 
12 Kaffeeröstereien aus Berlin

Wo man in Berlin guten Kaffee trinken kann sollte 2017 spätestens jedem bekannt sein. Nun dreht sich aber die Welt nicht um die Hauptstadt und vielleicht möchte man auch in einem kleinen Tiroler Bergdorf, wie jenes aus dem ich komme, geilen Kaffee trinken?! 


Ein Glück gibt es das gute alte Internet - man kann nämlich so gut wie alle hippen Third Wave Kaffees aus Berlin auch online bestellen. Dann gibt es auch keine Ausrede mehr, warum zuhause immer noch Jacobs Krönung rumsteht (der im übrigen immer noch der beliebteste Kaffee bei den Deutschen ist). Natürlich sind die Preise für den hippen Kaffee deutlich höher (im Schnitt bei 35€/kg) als Kaffee aus dem Supermarkt, der ab 10,99€/kg zu haben ist - aber Kaffee ist eben nicht Kaffee. Er ist keine bittere wässrige Notwendigkeit, die man täglich im Vorbeigehen literweise in sich hineinschüttet. Vielleicht statt fünf Tassen billigem Kaffee nur zwei trinken - da haben am Ende alle etwas davon. Kaffee ist nämlich ein Genussmittel - deshalb verdient die morgendliche Tasse Filterkaffee einfach mehr Aufmerksamkeit.


Bestellen kann man den Kaffee entweder als Bohne oder gemahlen - wobei der wahre Kenner natürlich eine Kaffeemühle zuhause hat und den Kaffee portionsweise für den Filterkaffee mahlt. Als Amateur ist es aber auch legitim erstmal mit den gemahlenen Bohnen zu starten. Mein Tipp: Erstmal 250g bestellen (das reicht für ca. 20 Tassen) - denn er verliert sobald er gemahlen ist schnell das Aroma und sollte zügig verbraucht werden. So kann man auch sehr gut testen, was einem schmeckt, und was nicht. Bei Unternehmen wie The Coffeevine kann man monatlich Testpakete von Spezialitätenkaffee bestellen - dann muss man selbst keine Zeit mit Recherche verbringen.

Wo ich sonst so Kaffee trinken gehe kannst du hier lesen:

Das hippe Olivenöl - Art of Oil

Weil Olivenöl aus dem Supermarkt meistens sch**** aussieht und man außerdem überhaupt nicht weiß, woher die feinen "Cuvées" überhaupt kommen, sollte man in Zukunft nur noch das stylische Art of Oil Olivenöl kaufen. Es sieht nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch brutal gut. 
Produziert wird das Öl von einem Landwirt in Madrid, auf dessen Farm 74.000 Bäume stehen - die Öle sind alle reinsortig - gleiche Farm, gleiche Sorte, gleicher Jahrgang.

Für 1 Liter Olivenöl müssen sage und schreibe 7 Kilo Oliven gepresst werden - und da wundert man sich, warum Olivenöl "so teuer" ist - und wie es tatsächlich sein kann, dass Discounter Olivenöl für 3 Euro verkaufen. Es ist eben nicht einfach NUR Olivenöl. SO! Und vielleicht sollte man deshalb auch anfangen dieses tolle Produkt ein wenig achtsamer zu verwenden und nicht diverse Gerichte damit ertränken. Das ist nämlich nicht der Sinn. 

Warum das Bewusstsein & Interesse für Olivenöl bei der Allgemeinheit so gering ist? Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung von Christian, dem Gründer von Art of Oil.

Das Problem an Olivenöl ist, dass man davon nicht betrunken wird.
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Olivenöl kann und soll im Vordergrund stehen. Deshalb hier eine kleine Achtsamkeits-Übung für Kulinariker und alle, die es noch werden wollen: Geiles Weißbrot in Scheiben schneiden, das tolle Art of Oil Öl auf einen flachen Teller gießen, etwas Salz darauf streuen, tunken und bewusst genießen. Dazu eignet sich auch hervorragend ein Gläschen Wein. 

Das Öl gibt es nicht nur in den Sorten "Original" und "Strong", sondern auch aromatisiert mit verschiedenen natürlichen Extrakten. Trüffelöl (mit natürlichem Aroma) auf das Frühstücksei, Orange-Basil pimpt den Salat im Büro, Chili Öl für die Pasta am Abend. So sieht ein Tag aus, wie ich ihn mir vorstelle. Experten mixen sich einen Drink mit Olivenöl. Warum? Weil sie's können.

Das großartige Trüffelöl könnt ihr über folgenden Link kaufen:

Kochbuch: Meringue Girls "Everything Sweet"

Wer sich in das Rezept meiner außerordentlich gut gelungenen Meringue Kisses verliebt hat, sollte sich dringend das Kochbuch der Meringue Girls zulegen. Nachdem die Girls ihre Köstlichkeiten nämlich nur in UK verkaufen, muss man sie eben selbst machen. Farbenfroh, ausgeflippt und wunderschön anzusehen warten in dem Buch unzählige Kreationen. So lässt sich wunderbar eine aufgeräumte Küche auf den Kopf stellen. 


Rezept: Meringue Kisses

Lange bevor ich das erste Mal in London war habe ich auf Instagram die Meringue Girls entdeckt. Wie der Name schon sagt dreht sich bei den Mädels alles um Baiser - und zwar die schönsten Baisers, die die Welt je gesehen hat. Nachdem ich dann endlich in London war, habe ich deren Stand auf dem Flower Market in Shoreditch besucht.  

So jetzt aber Schluss mit dem Gelaber. "Kekse" mit WOW-Effekt, um zu zeigen wer der Platzhirsch ist. Man muss dafür kein Patissier sein - ich habe allerdings in der Tat einige Versuche gebraucht, aber nur weil mein Ofen dermaßen sch***** ist und die Vorgaben im Rezept nicht ganz geklappt haben. Anbei mein angepasstes Rezept und hier noch ein Video von den Meringue Girls!

Meringue Kisses Rezept - by Meringue Girls (mit Gastroinferno Tipps)

  • 150g Eiweiß (ca. 5 Eier)
  • 300g Zucker
  • Zeste einer 1/4 Orange
  • Rote Lebensmittelfarbe

Ergibt 2 Bleche. Tipp - Die Menge lässt sich leicht anpassen (für weniger oder mehr). Zucker : Eiweiß = 2:1

  1. Ofen auf 200 ° C vorheizen und Backblech mit Backpapier auslegen. Den Zucker auf das Backpapier streuen und ca. 7 Minuten erhitzen bis die Ränder karamellisieren. Das Erhitzen des Zuckers hilft, eine glänzende, stabile Mischung zu erzeugen.
  2. Währenddessen das Eiweiß in einem Mixer oder einer nicht aus Kunststoff bestehenden Schüssel steif schlagen. Zuerst langsam schlagen, dann die Geschwindigkeit erhöhen, bis das Eiweiß steife Spitzen bildet.
  3. Den Zucker aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 100° senken. Während der Mixer auf Hochtouren läuft,  den heißen Zucker löffelweise sehr langsam in das geschlagene Eiweiß einstreuen. Anschließend 5 Minuten auf höchster Stufe schlagen.
  4. Um die Mischung zu aromatisieren, die Orangenzeste unter die Masse heben. Tipp: Die Masse kann mit allen erdenklichen Gewürzen aufgepimpt werden. Vanille, Zimt, Chili, Trüffel... Wichtig: Bei "feuchten" Aromaten aufpassen, da die Masse sonst zusammenfällt - also einfach sparsam mit Zesten u.Ä. umgehen, da diese ätherische Öle enthält.
  5. Die Innenseiten eines Einwegspritzbeutels mit roter Lebensmittelfarbe (oder welcher Farbe auch immer) in Streifen bepinseln. Die Hälfte des Beutels mit Baiser füllen und bei Bedarf einen zweiten Beutel verwenden. 
  6. Die Spitze des Spritzbeutels mit einer scharfen Schere aufschneiden, sodass eine Öffnung in Größe einer 20 Cent Münze entsteht.
  7. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und die Ecken mit ein paar Klecksen der Masse befestigen - so verrutscht das Papier beim aufspritzen der Baisers nicht.
  8. Den Spritzbeutel aufrecht halten und dann nach oben ziehen, um die kleine Spitze zu bilden. Der Durchmesser der Kisses sollte ca. 3cm betragen. 
  9. In dem Originalrezept werden die Baisers bei 100° lediglich 35 Minuten gebacken. Das hat bei mir ganz und gar nicht funktioniert. Nach stundenlanger Recherche und schlechter Lauen habe ich folgendes probiert: 1h bei 100° backen, anschließend die Ofentür mit einem Holzlöffel einen Spalt öffnen und den Ofen ausschalten - weitere 30 Minuten im Ofen trocknen lassen und dann heraus nehmen. So sind sie perfekt geworden!
Berlin: Meine Lieblingscafés in Mitte
 

Berlin - die deutsche Metropole des New Wave Kaffees. Von Filter, über Aeropress zu Nitro Coffee. Eine größere Vielfalt an Zubereitungsarten und Kaffeeröstereien gibt es wohl sonst nirgends (Achtung: ich spreche hier natürlich mit meinem Kaffee Halbwissen - bitte korrigieren). In Berlin wird das Ganze mit äußerster Seriosität betrieben. Das Gute daran: Man bekommt (fast) überall in der Stadt geilen Kaffee. 

Aber es gibt eben doch die besonderen Orte unter den zahlreichen Kaffees. Hier habe ich meine 6 Lieblingsspots in Berlin Mitte zusammengefasst, um euch die Entscheidung zu erleichtern. Zu jedem dieser Orte habe ich einen Tipp hinzugefügt. Alle Kaffees eigenen sich auch perfekt für ein Wochenende mit Kaffee-Safari durch Mitte. - Am Ende findet ihr noch eine Google Map!

 
 
 
WTF: Was ist Cookie Butter?
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Cookie Butter. Keks-Butter. WOW - kann ich da nur sagen. Wieso habe ich diese Gastro-Perversion erst jetzt entdeckt? Unscheinbar - ganz unten im Supermarktregal, habe ich sie gefunden und einfach mitgenommen, ohne Rücksicht auf Verluste. Man kann den Geschmack schwer in Worte fassen, weshalb ich allen empfehle den Selbsttest vorzunehmen.

Untertrieben gesagt schmeckt die Keks-Butter wie eine Explosion aus Spekulatius-Keksen. Dieser Satz klingt alleine schon wie ein Märchen. UND das Beste ist, man kann daraus noch so viel mehr machen: Cookie Butter Cheesecake, Cookie Butter Trüffel, - Eis, - Macarons, - Kuchen etc. Bei diesem Gedanken könnte ich auf der Stelle verrückt werden. Mehr Inspiration findet ihr HIER.

Falls es diese tolle Entdeckung nicht in Eurem Supermarkt gibt - Cookie Butter einfach selber machen!

XMAS Giftedit für Verzweifelte
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HO HO HO!

Weihnachten kam dieses Jahr wie immer plötzlich. An alle, die noch nach netten Kleinigkeiten und völlig übertriebenen Geschenken für Kulinariker suchen: Ihr seid hier genau richtig! Kein Grund zur Panik.

Ich habe einige coole Produkte zusammen gesucht (die ich zum Teil auch selbst zuhause habe) - lasst euch inspirieren und die Kreditkarte glühen. Es steht also einem Weihnachten à la Gastroinferno nichts im Wege. 

PS. An alle meine Freunde und meine Eltern, die natürlich jeden Artikel lesen - ich möchte selbst auch alles davon haben. DANKE!

Rezept: Der weihnachtliche Anti-Keks

So lange ich denken kann, bin ich süchtig nach diesen Keksen. So sehr, dass meine Mutter fast jeden Tag neue Kekse backen musste. Tja, was soll ich sagen. Sie sind luftig und leicht.  Außen eine hauchdünne Baiserkruste. Innen eine Wolke aus karamelisierten Mandeln, Schokolade und Zimt. Eben nicht so "weihnachts-keksig", wie manch andere mürbe Kekse, von denen ich kein großer Fan bin - also eben ein ANTI-Keks mit Suchtpotential. (Das Beste: Die Anti-Kekse sind so furchtbar einfach zu machen. Zur Freude eines jeden Anti-Bäckers. #lebenamlimit) 

Im Originalrezept nennen sich die Kekse "Wespennester". Es stammt aus einem uralten Kochbuch von Ursula Grüninger namens "Weihnachtsbäckerei", das mich in meiner Kindheit begleitet hat. Wer sich dieses noch gönnen möchte - hier der Link.

Zutaten für 50-60 Anti-Kekse

125g Bitterschokolade
250g gestiftelte Mandeln
200g Zucker
3 Eiweiß
1/2 TL Zimt

  1. Mandeln mit 3 EL des Zuckers in einer Pfanne hell rösten und abkühlen lassen (am besten kurz in die Gefriertruhe oder auf den Balkon stellen). Ofen auf 150 Grad vorheizen.
  2. Schokolade reiben.
  3. Eiweiß steif schlagen und den restlichen Zucker löffelweise dazu geben - anschließend 3-4 Minuten auf höchster Stufe schlagen.
  4. Mandeln, Schokolade und Zimt unter die Eiweißmasse heben.
  5. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf ein Backblech mit Backpapier portionieren. TIPP: Damit sich das Backpapier nicht bewegt beim portionieren - einfach jeweils einen kleinen Klecks der Masse in die Ecken auf das Backblech - so klebt das Backpapier und verrutscht nicht.
  6. Circa 25 Minuten backen. 

ACHTUNG: Die Kekse müssen vollkommen abkühlen bevor sie vom Backpapier entfernt werden können. 

 
 
Youtube Favorites: Top 5 Dessertchannels

How to cake it

Krass, krasser, How to Cake it. Der verrückteste Channel, wenn es ums Backen geht. Hier entstehen die krassesten Tortenkreationen - vielleicht etwas zu crazy um diese zuhause nach zu backen, aber perfekt für nachmittägliches Youtube Binge Watching, denn der Channel ist auch ausgesprochen lustig.

 

 

 

The Scran Line

Können Desserts noch schöner sein? Nick von "The Scran Line" ist nicht nur Konditor sondern auch Grafikdesigner. Sein Hang zur Ästhetik ist unverkennbar - farbenfroh, fröhlich und märchenhaft sind seine Kreationen. Ich träume davon solche Cupcakes und Torten bei mir zuhause zu produzieren - das wird wohl niemals passieren. 

 

 

Bigger bolder baking

Cooler Channel mit spannenden Rezepten. Die sympathische Irin Gemma mit Konditorausbildung präsentiert kreative Dessert Rezepte - simpel und einfach nach zu machen.

TIPP: Meine Entdeckung auf diesem Channel ist die selbst gemachte Eiscreme aus Kondensmilch mit verrückten Toppings. MUST TRY!

 

 

Joy of baking

Joy of Baking is ein Channel für traditionelle Amerikanische Rezepte. Ob Pumpkin Pie, Pecan Pie, Chocolate Chip Cookies oder Marshmallows - dort findet man alles was das Herz begehrt. Stephanie Jaworski ist wohl die Mutter aller Backchannels auf Youtube.

 

 

 

Cupcake Jemma 

Jemma, unterhaltsame Britin mit Backstube in Soho, ist ausgesprochen lustig und authentisch. Sie präsentiert auf ihrem Channel spannende, moderne Rezepte mit coolem Twist. 

Eines meiner Favorites sind die Marshmallow Meringues inspiriert von den Meringue Girls in London.

Amsterdam: Foodie Hotspots

Ich habe mich furchtbar in diese Stadt verliebt. Ursprünglich wollte ich dort nur 4 Tage bleiben - daraus wurden knapp drei Wochen. Es gibt so viel zu entdecken. Die Menschen sind wahnsinnig freundlich, die Pub-Kultur lädt zum Verweilen ein und die Spaziergänge durch die Grachten sind einfach unvergesslich. In meinen 3 Wochen in der Stadt konnte ich einen Bruchteil dessen entdecken, was die Stadt zu bieten hat. Ich habe hier einige Foodie Hotspots zusammen gefasst, die mir besonders gut gefallen haben.