Maca-wrong. Der Wahnsinn des Macaron-Backens.

Sieht nicht aus wie ein Macaron und ist auch keins - hätte aber eigentlich eins werden sollen. Und zwar sollten es Macaron Tonka Bean Ice Cream Sandwiches werden. Der größte Fail in der Gastroinferno-Geschichte. Aus den Sandwiches wurde Tonka-Bohnen Eis mit Schokobaiser-Crumbs (coming soon). Auf der Geschmacksskala ist dieses Dessert in jedem Fall der Burner.

Die wichtigsten Eigenschaften eines Macarons sind die glänzende, glatte Oberfläche, die typischen "Füsschen", außen Knusprig - innen fluffig. Laut diverser Cooking-Channels sei das alles kinderleicht. Ich hätte nicht gedacht, dass aus diesem kleinen Vorhaben ein nervenaufreibender Samstagabend werden würde. Zuerst zu trocken, von Glanz und Füßchen keine Spur. Statt den Fokus auf eine außergewöhnliche Form zu legen, stellten wir fest, dass es vorteilhaft wäre zuerst an dem Teig und dem Backen zu arbeiten. Die "Maca-Wrongs" holten uns schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Versuch drei (hier in schneeweiß) kam schon sehr nah heran (mit einem schönen Glanz), hatte aber weder Füßchen noch waren die Macarons annähernd durchgebacken.

Aus weißen Pseudo-Macarons wurden dann Schoko-Macarons. Die waren schließlich ohne Glanz, oben aufgebrochen und deshalb auch ohne Füßchen. Die Füßchen entstehen durch den Trocknungsprozess - Durch das Trocknen der Macarons auf dem Blech entsteht eine Haut. Das ist der entscheidende Schritt. Deshalb entweicht die Luft aus dem Teig während des Backens unten und die Macarons brechen nicht auf. Wielange die Macarons trocknen müssen ist abhängig von der Luftfeuchtigkeit. Unser Rezept aus einem speziellen Macaron Backbuch sah ca. 15 Minuten vor. Laut Martha Stewart kann das jedoch bis zu 40 Minuten dauern. Auch die Mengenangaben weichen je nach Rezept deutlich ab. Ich werde nicht aufgeben und es bald nochmal mit dieser Rezeptur versuchen.